Natur & Umwelt

savlabelktrDer Schwäbische Albverein ist laut Satzung nicht nur ein Wander-, sondern auch ein Naturschutzverein. Bereits am 29. Februar 1908, zwanzig Jahre nach seiner Gründung am 13. August 1888, bildete der Schwäbische Albverein einen Landesausschuss für Naturschutz. Aber erst am 14. April 1940 wurde der Naturschutzdienst ins Leben gerufen.Im vereinseigenen Archiv der Ortsgruppe Korntal – Münchingen finden sich keine Unterlagen aus dieser Zeit. Eine Dokumentation von Tätigkeiten im Naturschutz, die sich überwiegend auf die kleinräumige Überwachung der Landschaft beschränkte, war damals noch nicht üblich.Im Jahr 1972 erfolgte die Gründung der Aktionsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg e.V. (heute Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg, LNV), an der der Schwäbische Albverein maßgeblich beteiligt war. Dessen Mitgliedsverbände bekamen dadurch das Recht und die Möglichkeit zur Mitsprache bei der Planung und Umsetzung von regionalen Projekten.Als erster Naturschutzwart unserer Ortsgruppe hatte Arthur Thorhauer von 1955 bis 1965 dieses Ehrenamt inne. Auf ihn folgte, von 1966 bis 1973, Gerhard Merz. Von 1974 bis 1989 kümmerte sich Klaus Fichtner um den Naturschutz innerhalb des Vereins. Im Jahr 1990 riefen Ludwig Baisch, Kurt Jung und Gerd Künstler die Umweltgruppe ins Leben. Bis heute organisieren sie die Naturschutzaktivitäten des Vereins. Dazu gehört auch regelmäßige Kontakte zur Umweltstelle der Stadt Korntal-Münchingen.


 

Betreuen von Biotopen:

Pflanz- und Pflegeaktionen

  • 1989 übertrug die Umweltstelle der Stadt dem Verein die Patenschaft für ein Feuchtbiotop im Withauwald in Kallenberg. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer waren beim Aushub mit Eifer dabei. Ausgerüstet allein mit Spaten und Schaufeln. Später half ein Korntaler Unternehmer mit einem Kleinbagger, diese mühevolle Arbeit zügig zu beenden. Schnell war der ideale Wasserstand im neu entstandenen Feuchtbiotop erreicht. Bald siedelten sich Frösche, Kröten und Kaulquappen an, daneben Wasserflöhe, Wasserläufer, Mücken- und Libellenlarven. Auch eine typische Wasserflora, unter anderem Rohrkolben und Schwertlilien, fand sich ein. Aber leider auch nicht gewollte, wie Brombeerwurzeln und Baumwildlinge. Regelmäßige Pflege ist deshalb unumgänglich. Im letzten Jahr wurde, unter Mithilfe des Bauhofes, der Zaun um das Biotop erneuert.

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Das Foto aus dem Sommer 1989 zeigt die Helfer nach anstrengendem Graben beim wohlverdienten Vesper. Von links nach rechts Gerhard Titze, Matthias Funk, Erwin Roßmanith, Kurt Jung, Werner Grau, Heinz Kaufke.

  •  Das zweite Partnerschaftsbiotop, mit dem uns die Stadt im Jahr 1989 betreute, liegt auf der Birkemer Höhe. Dort, am Wasserbehälter nördlich vom Grünen Heiner, wurden heimische Gehölze wie Haselnuss, Hainbuche, Hartriegel, Liguster, Spitzahorn, Schlehe, Weißdorn und Wildrose gepflanzt. Auch eine Blumenwiese erstreckt sich über die gesamte Breite des Biotops.

 

  • Aus Personalmangel wurden 2014 die Biotoppatenschaften an die Stadt zurückgegeben.

 

  •  Die Erhaltung von Streuobstwiesen ist das gemeinsame Anliegen von Umweltstelle, den örtlichen Naturschutzvereinen sowie dem Obst- und Gartenbauverein. Auch der Schwäbische Albverein beteiligt sich schon seit Jahren an solchen Pflanzaktionen: so etwa an der Alten Halde, im Gschnait, sowie im Bereich Greutterwald.

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Das Foto vom 13.11.2010 zeigt die Helfer bei einer Baumpflanzaktion am Tachenberg. Dabei waren Lothar Blanz, Joachim Stapelfeldt, Gerd Künstler, Ludwig Baisch, Adolf Reutter, Edelbert Wolfart.

 

  •  Mitglieder des Schwäbischen Albvereines unterstützen Priska Kaufke (NABU) im Frühjahr bei Krötenschutzaktionen.

Ein besonderer Dank gilt den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern unserer Ortsgruppe. Durch sie werden die regelmäßigen Naturschutzaktivitäten des Vereins erst möglich.


 

Baumspenden des Albvereins

  •  Die von Mitgliedern des Schwäbischen Albvereins gepflanzten Bäume sind zwar nicht in den Himmel gewachsen, aber sie stehen und wachsen stetig.

 

  • Bereits 1955 wurde zum Tag des Baumes im Hof des Vereinshauses des Evangelischen Männerwerkes in Korntal ein Baum gepflanzt. Damals anwesend waren unter anderem die Minister Eduard Fiedler und Wilhelm Simpfendörfer sowie Vorsteher Johannes Altenmüller von der Brüdergemeinde.

 

  • Im April 1987 wurde in der Brunnenstrasse neben den Mauerresten des Ortsarrestes eine Linde gepflanzt. Eine weitere Pflanzung an dieser Stelle war entweder 1986 oder 1988. Das wissen wir nicht mehr genau.

 

  • Im Jahre 2000 wurde, zum 90 jährigen Jubiläum der Ortsgruppe, in der Marktstrasse in Münchingen ein Baum gepflanzt.

 

  • Zur Einweihung der Boulebahn im Oktober 2006 gaben umwelt2
    einzelne Mitglieder und die Ortsgruppe Geld für eine Platane als Schattenspender. Dr. Gerhard Schaaf und seine Frau Doris spendeten dann noch die Mittel für eine zweite Platane. Diese wurde im Dezember 2006 gepflanzt. Mit dem Schatten ist es zwar noch nicht so toll, aber Boule spielen auf der Anlage, das macht Spaß. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Vereinsmitglieder pflanzen
eine Platane an der Boulebahn

  • Am 4. Oktober 2011 wurde auf dem Saalplatz in Korntal ein Baum gespendet und eigenhändig gepflanzt.

 

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  • Der Obst- und Gartenbauverein Korntal hat am Samstag den 17.11.2012 eine Pflanzaktion auf privaten Streuobstwiesen in der Alten Halde, Korntal, durchgeführt. Der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Korntal-Münchingen, war hierbei zahlreich vertreten und pflanzte unter anderem die Brettacher Apfelbäume. Von einem wurde die Baumpatenschaft übernommen.

Baumpflanzaktion in der Alten Halde in Korntal


  • Situationsbericht zum Feuchtbiotop (kleiner Teich) Kallenberg im Wittauwald
    Durch die vielen Niederschläge in diesem Jahr ist der Wasser- spiegel stark angestiegen, nach dem dieser in den Vorjahren fast ausgetrocknet war. Im Innenraum der Bretterumzäunung sind Wildlinge durch Samenausfall von Esche, Ahorn, Liguster, Brombeeren und andere bis zu zwei Metern angewachsen, welche wir bei der nächsten Pflege im Januar Februar entfernen sollten. Die Rohrkolbengewächse haben ihren Standort behaupten können. Von dem Wiesenhang über Kallenberg fließt das Oberwasser in Richtung Wittauwald zum Biotop. Die im und am Teich lebenden Amphibien, Insekten und Pflanzen bilden ein komplexes Ökosystem um Sauerstoff, Kohlendioxide, Kohlenstoffoxide und pH-Wert des Wassers für ihre Lebensqualität zu erhalten. Auch im Winter können wir an den im Schneespuren einen regen Wildwechsel erkennen.
    Stand Mitte Oktober 2013.
    Naturschutzwarte Gert Künstler und Ludwig Baisch
    16.10.2013 Ludwig Baisch